Die Reflexion: Gleich als Erstes, ich hatte während dieser Tour keine wie auch immer geartete Selbstfindungserfahrung, Bewusstseinserweiterung oder ähnliches. Ich kam als der Gleiche von dieser Reise zurück, als der ich wegging. Jedoch geblieben sind die Erinnerungen an eine besondere Reise. Für den Weg braucht man natürlich Ausdauer, Kondition und Willensstärke/Kopfstärke. Auf den Bergetappen ist Trittsicherheit, alpine Grundkenntnis und ein bisschen Orientierungssinn unbedingt notwendig. Schwindelfreiheit ist bei jedem Menschen relativ. Tiefblicke gibt es in der Röth, im Steinernen Meer und in den Karnischen Alpen. Die Hände brauchte ich an ganz wenigen Stellen nur zur Sicherheit fürs Gleichgewicht. Die Route war so angelegt, dass es viele Übernachtungsmöglichkeiten gegeben hätte. Dies gilt natürlich nur für die Hochsaison. Ab Mitte September schließen bereits die ersten Hütten und rechtzeitige Information war dabei wichtig. Allerdings auf den Etappen Schönau/Königssee – Wasseralm – Maria Alm, und von Padola – Calazo di Cadore gab es keine mir bekannten Alternativen. Auf einigen Etappen begleitete mich meine liebe Gattin, sonst war ich immer alleine unterwegs.

 

Folgende Gegenstände ermöglichten die Zielerreichung: Lowa Renegade, der Schuh, sowie Falke Socken hielten mich blasenfrei; als Bekleidung diente normale Sport- und Bergbekleidung; als Schutz im Gebirge hatte ich eine Jack Wolfskin 3-in-1 Jacke mit, brauchte sie aber nie; Stöcke von Dachstein benützte ich auf den Bergetappen; die Rücksäcke, die ich je nach Etappe benutzte, waren alle von Deuter; Sonnenschutz – Actinica, für die Lippen Sebamed; die Landkartenapp von Outdooractive leistete auf meinem Weg in Deutschland und Österreich beste Dienste, in der Gegend von Calalzo ist sie verbesserungswürdig; für Notfälle bzw. Abschnitte ohne Netz hatte ich einen Ausdruck der Strecke mit; in den Städten wie Salzburg, Vittorio Venetio, Conegliano, Treviso und Mestre verließ ich mich erfolgreich auf Google Maps; die meisten der Fotos nahm ich mit einer Sony DSC RX 100 II auf; als Essensnotration führte ich verschiedene Proteinriegel mit; Getränke wie stilles Mineralwasser, Grannys Apfelsaft, Coca Cola hatte ich immer ausreichend dabei; bei den härteren Etappen verlieh mir eine Dose Red Bull die Flü…; eine Stirnlampe, Schlafsack, Schweizermesser, Reisepass, Geld, Handy plus Power Pack, durften nie fehlen. Ab Padola hatte ich das Auto mit, welches ich zumindest jeden zweiten Tag mit der Eisenbahn bzw. Bus nachholte. Der Vorteil war immer frische Wäsche dabeizuhaben, und deutlich weniger tragen zu müssen. Die Heimreise war dadurch ebenfalls gesichert. 

 

Mission completed. In besonderer Erinnerung bleiben mir die Menschen, denen ich auf dieser Reise begegnete; ich wünsche allen das Beste, viel Glück und noch mehr Gesundheit.